Reiseverlauf Nordwest-Küste

Wir starten früh am Morgen und verabschieden uns von Peter. Unser nächstes Ziel ist das Eilean Donan Castle. Danach geht es auf die Single-Track-Road Richtung Shieldaig. Das sollte unser Tagesziel sein, mal sehen.

Eilean Donan Castle (Highlander), 105km

Da kommen wir jetzt zum Top 1 Fotomotiv Schottlands. Der Film Highlander hat diese alte Burg berühmt gemacht. Mittlerweile ist sie restauriert und wird vortrefflich vermarktet. Was man auf den Fotos nicht sieht: es gibt ein Besucherzentrum mit zwei großen Parkplätzen, kein Problem also für uns, das Dickschiff zu parken.

Single Track Roads

An sich nichts Ungewöhnliches. Halt so eng, dass man mit dem Womo unbedingt einen "Passing-Place" zum Vorbeilassen des Gegenverkehrs benötigt. Von diesen kleinen Buchten gibt es sehr viele, sie werden auch durch Schilder angekündigt. Es kann sein, dass es sie nur auf einer Seite der Straße gibt. Meist signalisieren Entgegenkommende mit der Lichthupe, dass sie anhalten und uns die Vorbeifahrt gewähren. Den Knigge hat man schnell gelernt.

Shieldaig, 60km

Shieldaig sollte evt. unser Übernachtungsort werden. Wir wussten, dass es dort ein nettes Restaurant und einen Stellplatz oberhalb gibt. Die Bucht kann man durchaus als spektakulär bezeichnen, bei schönem Wetter bestimmt ein toller Ort zum Übernachten.

Soweit der Plan. Wie das Foto zeigt, sollte man den Stellplatz zum Besuchszeitpunkt besser nicht befahren. Wir überlegen nicht lange, wir sind gut in der Zeit und fahren weiter nach Gairloch.

Ullapool, 90km, Übernachtung

Langsam zeichnen sich die ersten Häuser und der Hafen von Ullapool gegenüber der grauen Regenkulisse ab. Wir fahren kurz durch den Ort und checken dann sofort auf dem Stadtcamping Broomfield Holiday Park ein. Der Camping liegt traumhaft am Loch Broom mit Blick auf das offene Meer. Es regnet. Wir warten ein bis zwei Stunden und besichtigen dann den Ort und den Hafen. Später sitzen wir im zentralen The Seaforth. Der Raum ist stark geheizt, einige Gäste sind noch beim Mittagessen, andere schon beim Cappuccino oder Tee. Man hört viele Sprachen, auch viel Deutsch. Eine kleine Reisegruppe organisiert den weiteren Tag. Wir verbringen den Nachmittag im Womo. Am späteren Abend sitzen wir im Pub des Argyll Hotels. Lokale Künstler spielen Folk-Musik. Nach der ersten Runde werden die Gäste gefragt, ob ein Musiker dabei wäre, der gern etwas vortragen möchte. Da ich nicht singen kann, halte ich meinen Mund und genieße den Abend.