Saluzzo und weiter zum Orta-See

Ausflug nach Saluzzo, 110 km

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Wir starten spät zum Ausflug nach Saluzzo - schließlich ist heute der Ausruhtag. Die Entfernung ist nicht weit, wir wissen nur noch nicht, wo wir einen altstadt-nahen Parkplatz finden. Das dauert dann auch ein wenig, dafür ist der Parkplatz auch sehr ruhig gelegen. Null Freizeitbesitzer.

Die Altstadt liegt am Hügel. Wir erklimmen uralte Steintreppen und fühlen uns sofort um hunderte von Jahren zurückversetzt.

Slowfood

Mitten in der Altstadt hat Tina dann auch den örtlichen Slowfood-Tempel gefunden. Wir nehmen Platz und bestellen das Touristenmenü. Wir genießen Sonne, Ruhe, Wein und Essen. Jedesmal wieder.

Fahrt zum Orta See, 300 km

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Unser heutiges Tagesziel ist der Orta See, wir beginnen sozusagen mit der Rückreise. Zunächst wollen wir uns aber noch einmal in dem bekannten Weinort Barolo umsehen, der südlich von Alba liegt. Auf der Fahrt nach Norden wollen wir dann noch ein Abstecher zu einem alten Kloster machen.

San Nazzaro

In San Nazzaro befindet sich die alte "Abbazia Benedettina dei Santi Nazario e Celso". Wir parken im Zentrum und erkunden die Abtei. Alles geöffnet, kein Eintritt.

Orta See

Anschließend fahren wir weiter zum Orta See. Wir checken im direkt am See gelegenen Camping Orta ein. Abends wollen wir in den Ort, ich habe aber einen Durchhänger und so bleiben wir bei viel Bier in der kleien Trattoria am Camping. Nachher gings mir wieder gut, war wohl Flüssigkeitsmangel.

Il Sacro Monte di Orta

Am frühen Morgen starten wir zu der heutigen Besichtigung. Als erstes wollen wir den Sacro Monte erkunden, den bekannten Wallfahrtsberg, von dem man die super Aussicht auf den Orta See hat. Dort soll es im Wald versteckt viele kleine Kapellen geben, mit lebensgroßen Figuren, mit denen christliche Szenen dargestellt werden. Oben am Berg soll es auch Parkplätze geben. Der Plan ist: wir fahren da hoch, besichtigen die Kapellen und steigen dann vom Berg hinunter in den Ort Orta. Anschließend kommen wir zurück und holen das Auto.

Ja - so ist das manchmal mit Plänen, hört sich ja gut an. Es stand aber nirgens etwas von engen Kehren und einem ganz unangenehmen Buckel, bei dem man Gefahr läuft, aufzusetzen. Einen kurzen Augenblick hatte ich es noch in der Hand, auf der Wendeplatte zu wenden und nicht die Abfahrt zum ausgewiesenene Übernachtungsplatz zu nehmen. Ich war wohl der Meinung, ich sitze noch im VW BUS. Na ja, die 100m haben uns 20 min gekostet, aber zusammen mit Tina haben wir das dann gemeistert. Ich möchte mal wissen, ob die anderen Parkenden auch rückwärts auf den Platz gerollt sind...

Wir haben uns nicht den ganzen Hügel angeschaut. Die wenig Zeit, die wir hatten, haben wir staunend am Lookout zugebracht, denn hier eröffnet sich die Blick auf den Orta See und die Insel San Giulio. Wir sind dann durch den Torbogen zum Ort Orta hinabgestiegen, das waren einige Höhenmeter, wie sollen wir da wieder hoch kommen?

Orta

Der Weg führt uns durch die Jahrhunderte nach unten. Dieser Ort ist ein Kleinod, verwinkelt und ganz alt. Touristisch, ja, aber nicht rausgeputzt. Unten an der Piazza Motta fahren die Taxiboote zur Insel ab. Wir fühlen uns um viele Jahre zurückversetzt.

Die Weiterfahrt starten wir gegen Mittag. Ihr werdet Euch fragen, wie wir das alles zeitlich geschafft haben, wo wir doch die vielen Höhenmeter anschließend zum Parkplatz hoch mußten ? Nun, Orta ist im Prinzip nicht touristisch. Der einzige Luxus, der den Touristen angeboten wird, ist eine kleine Bimmelbahn, mit der man für 2,- Euro zum Sacro Monte den Berg hoch fahren kann.