Apulien-Süd

Tag 17: Fahrt nach Alberobello, 60 km

Die Fahrt von Matera nach Alberobello verläuft zum großen Teil über unproblematische Hauptstraßen, die durch eine arme, eher gleichförmige Landschaft führen. Auf halber Strecke haben wir an einer Hauptstraßen-Raststätte angehalten. Dort haben wir den wohl besten Cappuccino des Urlaubs bekommen, erstaunlich.

Camping Bosco Selva
Camping Bosco Selva

In Alberobello haben wir im 1,5 km außerhalb gelegenen Camping Bosco Selva eingecheckt. Der Naturcamping liegt in einem kleinen Wäldchen. Der Ort ist zu Fuß gut zu erreichen.

Alberobello besticht durch die Kegelbauten der Trulli und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Vom Campingplatz führt eine Straße direkt ins Zentrum. Ein Spaziergang in den Ort ist sehr lohnend, weil er durch eine sehenswerte Landschaft führt. Man sieht verschiedene Trulli, beginnend mit ländlichen Einzelbauten bis hin zu Trulli-Siedlungen in der Stadt. Daher würde ich empfehlen, nicht einfach im Ort auf dem zentralen Stellplatz zu übernachten, sondern ruhig mal diesen Spaziergang vom Camping aus zu machen.

Tag 18: Fahrt nach Carovigno, 55 km

An diesem Tag treffen wir uns mit einer Arbeitskollegin, die hier z. Zt. eine Apulien Rundreise macht. Ihr Hotel liegt im Küstenbereich bei Carovigno, ganz in der Nähe liegt der Camping Pineta Al Mare, der zufällig (wirklich!) heute für die Saison 2017 öffnet. Beim Einchecken werden wir besonders begrüßt, weil wir die ersten Gäste sind (das hatten wir im März doch schon mal???) und erhalten als Willkommens-Geschenk eine Flasche apulischen Rotwein (das machen wir jetzt immer so!).

Bei der Anreise kommen wir an dem Ort Ostuni vorbei, auf den ich besonders hinweisen möchte. Es ist ein weißes Dorf, das auf einem Hügel liegt. Die Altstadt ist sehr beeindruckend. Wir haben Ostuni im Jahr 2011 besucht, anbei einige Fotos.

Tag 19: Fahrt nach Otranto, 105 km

Die heutige Route führt über breite Fernverkehrsstraßen, absolut unproblematisch für Womos. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Zwischenstopps, z.B. Brindisi oder Lecce.

Otranto
Otranto

Ich möchte nicht schon wieder mit Superlativen kommen, aber Otranto hätte es verdient. Stadtstand, kleiner Hafen, Festungsanlage mit Altstadt, italienisches Tag- und Nachtleben.

Früher gab es einen Camping, der zu Fuß 5 min von der Altstadt entfernt war (im Jahr 2017 leider geschlossen!). Die momentan stadtnah vorhandenen Stellplätze sind allesamt nicht empfehlenswert, wir haben unser Womo daher bei der Masseria l'Uliveto abgestellt. Doch Vorsicht, der Stellplatz auf dem Angestellten-Parkplatz ist um vieles bescheidener, als es das Werbevideo suggeriert. Das Restaurant ist allerdings uneingeschränkt empfehlenswert und erfüllt höchste Ansprüche (es war mega-lecker!).

Otranto erfüllt so ziemlich alle Klischees von Bella Italia, die man in den Urlaub mitgenommen hat. Um es anders zu sagen: einige Tage Aufenthalt hier lassen sämtliche Überlegungen, ob es ein besseres italienisches Reiseziel als Apulien geben könnte, verstummen.

Tag 21: Fahrt nach Gallipoli, 50 km

Die Fahrt nach Gallipoli ist für Womos unproblematisch. Vor Gallipoli verdichtet sich der Verkehr, die Altstadt ist für Womos zu meiden. Unser Campingplatz lag nördlich.

Camping La Masseria
Camping La Masseria

Auch Gallipoli hatten wir im Jahr 2011 besucht. Damals waren wir weit außerhalb auf dem Camping La Veccia Torre untergekommen. Dieser war auf der Meerseite so spektakulär schön, dass wir ihn gern wieder besucht hätten, er war aber leider noch nicht geöffnet. Wir haben daher beim näher gelegenen Camping La Masseria eingecheckt, der vom Stellplatz her nicht ganz so schön war, aber einen kostenlosen City-Transfer durchführt. Beim Camping Torre Veccia musste das teuer bezahlt werden.

Altstadtbesuch

Die Altstadt von Gallipoli ist über eine Brücke ans Festland angeschlossen. An diesem Punkt werden Touristen von den Shuttlebussen oder Taxis abgesetzt. Hier sitzen tagsüber ganz malerisch Fischer, die ihre Netze reparieren. Die Straße führt vorbei an der alten Festung, von der aus man einen schönen Blick Richtung Stadt hat. Den südlichen Teil der Altstadtinsel kann man von hier auch gut sehen.

Fischer am Hafen von Gallipoli
Fischer am Hafen von Gallipoli

Wir gehen links herum um die Altstadt, den Blick aufs Meer und auf die dem Meer zugewandten Häuser gerichtet. Nach etwa einer Halbumrundung der Altstadtinsel gibt es mehrere Bars mit tollem Blick aufs Meer. Hier legen wir eine Pause ein (Pause hat in Apulien immer eine Farbe: ORANGE!!!).

Weiters gehts mit der Altstadtumrundung. Nach etwa einer Dreiviertel-Runde treten wir in die Altstdt ein und durchsteifen sie ziellos und staunend.

Wir kehren zu der "orangenen" Stelle zurück und essen dort zu Abend. Es dunkelt. Die Bars geben sich größte Mühe, für die Touristen einen unvergeßlich romantischen Abend zu gestalten. Gallipoli hat uns wieder über alle Maßen beeindruckt. Ein würdiges Erlebnis für den bevorstehenden Abschied aus Apulien. Es war einfach nur schön.